
Bemerkenswert bei den Arbeiten der PreisträgerInnen ist die Auseinandersetzung mit unserem Konsumverhalten und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Für die Ausarbeitung der Stücke verwenden sie nicht nur traditionelle Verarbeitungstechniken und neuen Technologien, sondern entwickeln auch eigene Werkzeuge und Verarbeitungsprozesse.
Die Schmuckstücke von Lulu Tian, Nga Ching Ko, Jiangling Wang und Lois Lo zeigen deutlich, wie intensiv und konsequent sich die Preisträgerinnen mit ihrer jeweiligen Materialwahl und der gewählten Technik auseinander gesetzt haben.
Ein von Lulu Tian entwickeltes, biologisch abbaubares und mit natürlichen Stoffen gefärbtes Material wird Schmuck, gedacht, um uns nur eine Zeitlang zu begleiten, bevor es in den Kreislauf des Meeres zurück findet.Ein ebenso ökologisch verantwortungsbewusster, wie poetischer Ansatz.
Fragmente von Kleidungsstücken, gefunden in Second Handshops oder Altkleidersammlungen werden mittels der traditionsreichen japanischen Kimekomi Technik von Nga Ching Ko zu äußerst kunstvollen Broschen verarbeitet. Dabei spiegelt die jeweilige Wahl des Stoffrestes immer auch ein Stück aus dem Leben der früheren BesitzerIn.
Für ihre textil anmutenden Arbeiten aus Silberdrähten hat Jiangling Wang spezielle Werkzeuge hergestellt, mit Hilfe derer sie dem Draht eine immer neue Form geben kann. Das Resultat ist vieles gleichzeitig – lebendig, meditativ, kraftvoll, filigran.
Lois Lo bringt in ihren Schmuckstücken die Verwendung von Edelsteinen im Schmuck auf den Punkt. Durch die experimentelle Steinfassung aus medizinischem Edelstahl erzielt sie eine minimalistische Gestaltung, die sich der Wirkung der Steine unterwirft.
Ich freue mich darauf, Sie zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 23.05.2026 ab 12h zu begrüßen!.
.